Katzenklappe ausbruchssicher machen

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2–3 Minuten
Ausbruchssichere Katzenklappe: Katze in Freiheit

Mit unserer Katzenklappe von PetSafe sind wir sehr zufrieden. Das System arbeitet zuverlässig und die einfache 4-Wege-Verriegelung erfüllt ihren Zweck. Unsere Katze hat jedoch mit der Zeit gelernt, wie sich die Klappe trotz aktivierter Verriegelung öffnen lässt.

Zum Einsatz kommt ein einfaches 4-Wege-Modell mit mechanischer Verriegelung. Dabei lässt sich einstellen, ob die Katze:

  • nur hinaus,
  • nur hinein,
  • in beide Richtungen
  • oder überhaupt nicht durch die Klappe gelangen darf.

Im normalen Betrieb verwenden wir die Einstellung „nur hinein“. Die Katze wird von uns bewusst hinausgelassen und kann anschließend selbstständig wieder ins Haus zurückkehren.

Das Problem der Katzenklappe erkennen

Irgendwann fiel jedoch auf, dass sich die Katze gelegentlich draußen befand, obwohl sie zuvor nicht hinausgelassen wurde. Anfangs wirkte das noch wie ein Zufall, nach mehreren identischen Situationen war jedoch klar, dass die Verriegelung umgangen wurde.

Nach einiger Beobachtung ließ sich das Verhalten nachvollziehen:
Die Katze zog unten links an der Klappe und konnte sie dadurch öffnen. Eigentlich sollte das konstruktiv nicht möglich sein, da die Klappe keine offensichtlichen Angriffspunkte besitzt.

Bei genauerer Untersuchung zeigte sich jedoch, dass an dieser Stelle ein kleiner Teil der Kunststoffabdeckung fehlt. Dadurch liegt jedoch die darunter befindliche Dichtung teilweise frei und kann mit den Krallen erreicht werden.

Die Katze nutzt genau diesen Punkt, um genügend Zugkraft auf die Klappe auszuüben.

Analyse der Konstruktion

Zunächst lag die Vermutung nahe, dass die vorhandene Klappe beschädigt oder ein Kunststoffteil abgebrochen war. Um den vorhandenen Türausschnitt nicht ändern zu müssen, sollte zunächst dasselbe Modell erneut beschafft werden.

Im lokalen Handel war die identische Ausführung allerdings nicht mehr erhältlich. Nach einiger Recherche im Internet zeigte sich jedoch, dass PetSafe passende Ersatzteile anbietet, darunter auch eine komplette Ersatztür.

Nach wenigen Tagen traf die neue Tür ein. Dabei stellte sich allerdings heraus, dass die Konstruktion identisch aufgebaut ist und die betreffende Stelle ebenfalls nicht vollständig abgedeckt wird.

Diese Eigenschaft ist also kein Defekt, sondern offenbar konstruktionsbedingt vorgesehen. Wahrscheinlich verwendet der Hersteller dieselbe Türmechanik auch bei anderen Modellen, bei denen sich an dieser Position zusätzliche Verriegelungselemente befinden.

Die praktische Lösung

Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, das Problem zu beheben:

  • Die offene Stelle nachträglich mit Kunststoff oder einem geeigneten Material verschließen.
  • Die erreichbare Dichtung an dieser Stelle entfernen.

Ich habe mich für die zweite Variante entschieden. Mit einem scharfen Cuttermesser lässt sich der betreffende Bereich der Dichtung sauber ausschneiden. Dadurch fehlt der Katze der notwendige Angriffspunkt für die Krallen, sodass sich die Klappe nicht mehr aufziehen lässt.

Die Lösung wirkt zunächst vergleichsweise einfach, funktioniert in der Praxis bislang jedoch zuverlässig und ohne weitere mechanische Änderungen an der Katzenklappe.

Fazit

Die Ursache des Problems lag letztlich nicht an einer defekten Verriegelung, sondern an einem kleinen konstruktiven Detail der Katzenklappe. Durch die frei zugängliche Dichtung entstand ein Angriffspunkt, den die Katze gezielt nutzen konnte.

Mit einer einfachen Anpassung lässt sich das Problem ohne großen Aufwand beheben. Die Änderung erfordert keine mechanische Umbauten und kann mit wenigen Handgriffen umgesetzt werden.

Seit der Modifikation funktioniert die Verriegelung im Alltag wieder zuverlässig und die Katze bleibt dort, wo sie bleiben soll.

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